Der Februar ist dank seiner wenigen Tage vorbei und der erste Mittwoch im März steht an, somit Zeit für den Me Made Mittwoch. Auf dem virtuellen Laufsteg zeigt die Hobbyschneiderin ihre selbst genähte Kleidung für Frauen.
Eine Jeans stand schon sehr lange auf meiner Liste, ich konnte mich aber für keinen Schnitt entscheiden. Das änderte sich schlagartig, nachdem ich bei meiner Namensvetterin Heike DIE Hose gesehen hatte. Sie zeigte beim letzten MMM ihre Miller Street aus der Ottobre 5/23. Mich überzeugte der Schnitt direkt und auch die entsprechende Ausgabe befindet sich in meinem Haushalt. Der Jeansstoff lag schon länger bereit und wartete auf seine Bestimmung. So stand der neuen Hose nichts mehr im Wege. Ungewollt wurde es ein richtiges Slowsewing-Projekt. Angefangen am 10. Februar, Fertigstellung erst am 2. März. Aber manchmal bestimmt eben das echte Leben den Rhythmus.
In diesem Beitrag zeige ich alle meine selbst genähten Jeans seit 2018.

Gerade bei Schnitten für Hosen bin ich mir immer sehr unschlüssig, welche Größe ich nehmen soll. Mein Körper hat sich in den letzten 2, 3 Jahren doch etwas verändert. Vor allem die Taille ist nicht mehr so schmal und ein kleines Bäuchlein ist auch dazu gekommen. Nachdem ich mich noch einmal genau ausgemessen und den Schnitt mit meinen Maßen verglichen hatte, entschied ich mich für die Gr. 36. Die Beinlänge reduzierte ich vorab schon an 2 Stellen um insgesamt 4cm, die Saumweite um 8cm.

Der Stoff hat eine mittlere Qualität mit etwas Elasthan, nicht zu dick und nicht zu dünn, ideal für das anstehende Frühjahr. Vorne und hinten befinden sich für die gute Passform jeweils Abnäher. Die Taschen sind auch geräumig. Als Potaschen sind laut Schnitt Paspeltaschen vorgesehen, ich entschied mich aber für aufgesetzte Taschen. Auf die eine Tasche kam noch ein Aufnäher. Gürtelschlaufen habe ich auch hinzugefügt, dafür fehlt in der Anleitung ein entsprechender Hinweis. Den Reißverschluss nähte ich nach einer Ottobre-Anleitung ein und das hat recht gut funktioniert.

Mit meinem Neuzgang bin ich sehr zufrieden, sie ist genau so geworden, wie ich mir das vorgestellt habe. Auch die hohe Bundform mag ich im Moment sehr gerne. Das einzige, was mich ein klein wenig hadern lässt, ist die Weite der Beine. In der Stadt habe ich bewusst auf die Hosenform anderer Leute geachtet, und sehr viele hatten sehr weite Hosenbeine. Ich überlege, evtl. noch jeweils vorne und hinten Abnäher zu nähen und somit eine leichte Barrel Leg-Form zu erzielen.
Hier auf diesem Foto habe ich die Beine etwas enger gekrempelt und finde das gar nicht so schlecht.

Ich werde die Jeans jetzt erst einmal so tragen, ändern kann ich sie ja immer noch.
Die Taschenbeutel und das Schrägband für die Bundversäuberung sind aus einer alten Bluse geschnitten (Upcycling-Projekt). Die Nahtzugaben an dickeren Stellen schneide ich immer etwas zurück, dann ist es nicht ganz so knubbelig.



Ich kann mir eine weitere Hose nach diesem Schnitt sehr gut vorstellen.
Jetzt setzte ich mich mit einem Tee auf die Terrasse und schaue, was die anderen Damen alles geschneidert haben und ob schon die ersten Frühlingsoutfits zu sehen sind.
Hier geht es zum MMM und vielen selbst genähten Kleidungsstücken. Außerdem verlinke ich den Beitrag bei Creativsalat und Augensterns Welt. Dieser Beitrag darf auch noch zum Jahresbingo von Antetanni unter dem Motto „Bei anderen gesehen“
Danke fürs schauen! Herzlichst, Heike
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