Mode und Persönlichkeit, Ü30 Blogger

Gefühlt hat der August gerade erst angefangen und schon ist es wieder Zeit für die Ü30 Bloggerparty.

Beeinflusst meine Persönlichkeit meinen Stil oder werde ich durch Mode gar zu einer neuen Person? Hier versuche ich auf diese Frage eine Antwort zu finden.

Thema des Monats

Mode ist so viel mehr als Stoff und Trends – sie kann stärken, schützen, ausdrücken oder einfach gute Laune machen. 💫

In unserer neuen Blogparade möchten wir gemeinsam mit Euch erkunden, welche Rolle Kleidung für Selbstbewusstsein, Identität und Stimmung spielt. Das Thema ist diesmal „Mode und Persönlichkeit“

Beeinflusst Mode meinen Stil?

Spontan sage ich nein. Da ich fast alle Kleidungsstücke selber nähe, bin ich nicht auf die zig Kollektionen im Jahr gewisser Modemarken angewiesen und nähe mir das, worauf ich gerade Lust habe. Aber die Schnittmusterersteller unterliegen ebenfalls dem Modediktat der Industrie und schauen sich dort viel ab. Genauso ist es bei den Stoffen. Dort finden sich häufig nur die „aktuellen“ Farben.

Also doch Ja? Es wäre wohl ziemlich überheblich, wenn ich behaupten würde, es wäre nicht so. Der Einfluss funktioniert wahrscheinlich über das Unterbewusstsein.

Stilfindung

Als Jugendlich war ich glücklich, wenn ich in Hamburg in dem neueröffneten schwedischen Modehaus DAS Teil ergattern konnte, welches gerade besonders angesagt war in der Clique. Oder die berühmten Burlington Strümpfe mussten es natürlich auch sein. Ich wollte dazu gehören und trug, was alle anhatten.

Im Laufe der weiteren Jahre machte ich viele Trends mit, mal elegant, mal sportlich. Eben so von jedem etwas.

Zu dem Stil, den ich heute trage, bin ich über einige Jahre gekommen, er hat sich kontinuierlich entwickelt.

Was drückt meine Kleidung aus?

Seit mehreren Jahren beschäftige ich mich intensiv mit meinem Stil und habe unterschiedliche Herangehensweisen kennengelernt. Im Internet/Social Media fand ich einige Stilberaterinnen, die mir gut gefallen. Sie bieten oft kostenlose Minikurse an, bei denen ich sehr gerne mitmache.

Als erstes soll meine Kleidung mich vor Umwelteinflüssen schützen, klar. Zweitens möchte ich mich wohlfühlen. Drittens passe ich mich bei Veranstaltungen den erwarteten Normen oder Wünschen an. Viertens ist mein Stil nicht in Stein gemeißelt.

Eine Stilberaterin fragt, wie meine Kleidung wirken soll. Kraftvoll, elegant, weich, sinnlich, usw. Da fällt es mir unheimlich schwer, passende Adjektive zu finden. Meinen Stil bezeichne ich einfach als sportlich elegant mit einem Hauch Verspieltheit.

Die Hose ist ein schönes Beispiel. Das Material ist weichfließend und der Farbton lassen sie elegant wirken. Das T-Shirt und die Bodybag machen es sportlich.

Mode im steten Wandel

Vor ein paar Tagen räumte ich in meinem Kleiderschrank auf und probierte einige ältere Hosen an. Dabei war auch diese einehosefürallefälle. Bis vor Kurzem war sie eine meiner liebsten Hosen. Doch diesmal waren mir auf einmal die Beine viel zu eng. Aktuell bevorzuge ich Hosen mit eher weiterem Bein.

So schnell kann es vom Liebling zur unbequemen Notlösung kommen. Sie darf aber noch bleiben, denn vielleicht gefällt mir im kommenden Frühjahr das engere Bein wieder besser.

Ich verkleide mich nicht

In meinem Outfit muss ich mich absolut wohlfühlen. Es nützt mir nichts, mir ein rotes tiefausgeschnittenes Kleid anzuziehen, um gesehen zu werden und mich stark zu fühlen. Ich würde mich absolut unwohl fühlen (davon abgesehen, dass Rot mir nicht steht) und verkleidet vorkommen.

Meine Farben kenne ich auch halbwegs. Trotzdem kommt es vor, dass ein genähtes Teil an Püppi toll aussieht, ich mich aber nicht 100% wohl darin fühle.

Früher trug ich oft recht figurnahe Kleidung, heute darf alles etwas lockerer sitzen. Es darf bequem sein. Ich lasse mir mit Ü60 nichts mehr vorschreiben oder mich irgendwo reinpressen.

Und wenn ich ein buntgeblümtes Kleid trage, muss ich nicht unbedingt überschäumen vor guter Laune.

Auch in schwarzer oder grauer Kleidung bin ich Heike, an einem Tag fröhlich, am anderen vielleicht traurig. Aber dadurch ändert sich meine Persönlichkeit nicht.

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Ein Kommentar zu „Mode und Persönlichkeit, Ü30 Blogger“

  1. Avatar von Claudia

    Ich finde es sowieso schön, dass sich der eigene Stil mit den Jahren verändert und man irgendwann viel entspannter damit umgeht. Man weiß besser, was einem gefällt, was bequem ist und vor allem, worin man sich selbst wiederfindet. Und wenn sich die Vorlieben dann irgendwann wieder ändern – na und? Dann darf die Hose eben erstmal im Schrank auf ihre nächste Chance warten. 😉
    Besonders gefällt mir deine ganz unaufgeregte Art, an das Thema heranzugehen. Kleidung muss schließlich nicht unsere Persönlichkeit bestimmen. Wir sind nicht plötzlich ein anderer Mensch, nur weil wir heute Schwarz und morgen Blumen tragen. ❤️
    Ein sehr schöner Beitrag, liebe Heike!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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